Die hormonelle Gefahr in Plastik - Weichmacher in der Schwangerschaft

Wie gefährlich sind Weichmacher wie Phthalate oder Bisphenol A in der Schwangerschaft oder für das bereits geborene Kind?

SKINthings hat sich verpflichtet in allen Produkten auf Weichmacher, schädliche Konservierungsmittel, synthetische Duftzusätze, Mineralfette, Silikone und Mikroplastik zu verzichten. Zudem verwenden wir soweit es möglich ist Behälter aus recyceltem Kunststoff. Alle Produkte sind vegan und PETA zertifiziert.

Besonders wichtig ist dies für Schwangere und in der Stillzeit.

Beispiel Phthalate:

Eine erhöhte Phthalatbelastung während der Schwangerschaft und Stillzeit wirkt sich nachteilig auf das ungeborene Kind aus. Das konnten Forscher vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Leipzig und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigen. Das Ungeborene hat dadurch ein größeres Risiko, allergisches Asthma zu entwickeln.

Phthalate werden als Weichmacher in der Kunststoffverarbeitung eingesetzt, um die Produkte geschmeidiger zu machen.

Sehr häufig sind sie in Kunststoffflaschen für Bodylotions oder Duschgelen enthalten. In der Regel bauen sich Phthalate im Körper nach 24 Stunden wieder ab. Meist wird aber dann schon wieder geduscht oder die Haut eingecremt. So ist das ungeborene Kind praktisch während der ganzen Schwangerschaft dieser schädlichen Belastung ausgesetzt.

Phthalate können über die Haut, aber auch über die Nahrung oder die Luft in den Körper gelangen. Dass sie das Hormonsystem beeinflussen können, ist unbestritten.

Nun haben Wissenschaftler aus Leipzig und Heidelberg gezeigt, dass Phthalate auch in das Immunsystem eingreifen und das Allergierisiko deutlich erhöhen können.

Zu Beginn ihrer Studie, die im Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht wurde, untersuchte ein Team vom UFZ in Leipzig den Urin von Schwangeren aus der Mutter-Kind-Kohorten-Studie LINA (Lebensstil und Umweltfaktoren und deren Einfluss auf das Neugeborenen-Allergierisiko) auf Metaboliten von Phthalaten. Irina Lehmann, die die LINA-Studie leitet, berichtet von dem Ergebnis: „Es zeigte sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischen erhöhten Konzentrationen des Metaboliten von Butylbenzylphthalat (BBP) im Urin der Mütter und dem Vorkommen von allergischem Asthma bei den Kindern.

Bestätigung am Mausmodell

Diesen Befund konnten die Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit Kollegen der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig im Mausmodell bestätigen. Sie setzten Mäuse während der Schwangerschaft und Stillzeit einer Phthalat-Belastung aus, die zu vergleichbaren Urin-Konzentrationen des BBP-Metaboliten führte. Wie in der Kohorte aus der LINA-Studie beobachteten sie bei den Nachkommen eine deutliche Neigung zu allergischem Asthma.

Hiervon war sogar noch die Enkelgeneration betroffen!

Bei den erwachsenen Mäusen fanden sie dagegen keine verstärkten Allergiesymptome. Dies interpretiert der UFZ-Umweltimmunologe Tobias Polte so: „Entscheidend ist der Zeitpunkt. Ist der Organismus während der frühen Entwicklungsphase Phthalaten ausgesetzt, kann das bis in die übernächste Generation Auswirkungen auf das Krankheitsrisiko haben."

Beispiel Bisphenol A:

Dass sich auch der Weichmacher Bisphenol A auf den Hormonhaushalt auswirken kann, ist ebenfalls bestätigt. Als vor einigen Jahren bekannt wurde, dass Bisphenol A (BPA) möglicherweise gesundheitsschädlich ist, verunsicherte das viele Verbraucher.

Denn auch dieser Weichmacher wird bei der Herstellung von Plastik eingesetzt und ist ebenso in zahlreichen Lebensmittelverpackungen enthalten. Auch in Konservendosen, Lacken und Thermopapier, aus dem zum Beispiel Kassenbons hergestellt werden, wurde der Stoff eingesetzt. Wissenschaftler haben nachweisen können, dass BPA sich in Lebensmitteln anreichert.

Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass es beim Menschen den Hormonhaushalt beeinflusst, es wirkt wie das Geschlechtshormon Östrogen.

Seit dem 1. März 2011 ist es deshalb in der Europäischen Union verboten, Babyfläschchen mit BPA zu verkaufen. Auch das Ausweichen auf andere Stoffe – etwa auf das chemisch verwandte Fluoren-9-Bisphenol (BHPF) – ist nicht wirklich die Lösung des Problems. Eine neue Studie zeigt: Auch das könnte problematisch sein.

Bestätigung am Mausmodell

Mäuse die Fluoren- 9 Bisphenol ausgesetzt sind haben weniger Nachkommen

Chinesische und japanische Wissenschaftler der Universitäten Peking, Shenzhen, Gifu und Suzuka haben ihre Studie im Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlicht. Sie verabreichten Mäusen alle drei Tage BHPF. Es stellte sich heraus, dass der Stoff bei den weiblichen Tieren die Effekte von Östrogen verminderte – also den gegenteiligen Effekt von Bisphenol A hat.“

Unter „Östrogen“ wird eine Gruppe von Geschlechtshormonen zusammengefasst, zu der unter anderem Östron oder Östradiol gehören. Die Östrogene sind vor allem für die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsorgane und die Fortpflanzung wichtig. Damit Frauen einen Eisprung haben können, muss beispielsweise der Östrogenspiegel zuvor sprunghaft ansteigen. Auch in der Schwangerschaft ist die Östrogenkonzentration im Blut deutlich höher als sonst.

Bei den Mäusen im Versuch bewirkte das BHPF Folgendes: Erstens waren die Gebärmütter der Tiere im Schnitt kleiner. Zweitens hatten die Mäuse weniger Nachkommen pro Wurf, und drittens hatten ihre Jungen ein niedrigeres Geburtsgewicht. Die Forscher folgern, dass sich BHPF negativ auf die Fortpflanzung auswirkt.

Was aber sollen Eltern tun, die sich unsicher sind?

Was aber können Eltern tun?

Wir raten:

• Während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Produkte zu verzichten, die Weichmacher enthalten
• Kinder-Fläschchen oder Tassen aus Polypropylen zu nehmen, das normalerweise keine Weichmacher enthält. 
• Bei Baby- oder Kinderpflege und auch Spielzeug ebenfalls auf Produkte mit Weichmacher zu verzichten

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Wie wichtig ein pH – Wert von 5-5,0 nicht nur für die Intimzone, sondern ebenso für Gesicht und den ganzen Körper ist, können Sie in meinem Blogbeitrag „sauer macht lustig, schön und gesund“ nachlesen.

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